§ 11 Abs. 2 Nr. 3 GenG bestimmt, dass bei der Anmeldung einer neu gegründeten Genossenschaft zur Eintragung in das Genossenschaftsregister eine gutachtliche Äußerung vorzulegen ist, die sich mit der Frage beschäftigt, ob nach "den persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen, insbesondere der Vermögenslage der Genossenschaft, eine Gefährdung der Belange der Mitglieder und Gläubiger der Genossenschaft zu besorgen ist".
Zuständig für die Durchführung dieser Gründungsprüfung ist der genossenschaftliche Prüfungsverband, bei dem die neu gegründete Genossenschaft ihren Beitritt im Rahmen der gemäß § 54 GenG angeordneten Pflichtmitgliedschaft in einem Prüfungsverband beantragt hat. Dieser Verband stellt auch die ebenfalls im Rahmen der Anmeldung beim Registergericht vorzulegende Bescheinigung über die Zulassung zur Mitgliedschaft in einem genossenschaftlichen Prüfungsverband aus.

Bei der Durchführung von Gründungsprüfungen legen wir viel Wert auf das Vorhandensein eines klaren geschäftlichen Konzeptes für die neu gegründete Genossenschaft. Wichtig ist uns im Rahmen der Prüfung auch der persönliche Kontakt mit Gründungsvorständen und -aufsichtsräten, denn Verantwortungsbewusstsein und Engagement dieser Personen bestimmen häufig über das Schicksal einer neu gegründeten Genossenschaft.

"PkmG geprüft und für gut befunden", mit diesem Gütesiegel statten wir jährlich zwischen fünf und zehn Neugründungen aus.

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