Soll eine Genossenschaft abgewickelt werden, gleich aus welchem Grund, muss sie zunächst "aufgelöst" werden. Die Auflösung bewirkt, dass anstelle des bisherigen Unternehmenszweckes der Abwicklungszweck tritt. Die Auflösung kann von den Mitgliedern der Genossenschaft beschlossen werden, durch Zeitablauf bei einer zeitlich beschränkt geschlossenen Genossenschaft eintreten oder kraft gerichtlicher Beschlüsse bewirkt werden.  
Ist eine Genossenschaft zwar aufgelöst, aber hat die Verteilung ihres Vermögens noch nicht begonnen, können ihre Mitglieder unter Umständen noch die Fortsetzung der aufgelösten Genossenschaft beschließen. Im Falle einer insolventen Genossenschaft gilt dies allerdings nur, wenn die Genossenschaft das Insolvenzverfahren durch Antrag hat einstellen lassen oder das Insolvenzverfahren nach der Bestätigung eines Insolvenzplanes, der den Fortbestand der Genossenschaft vorsieht, aufgehoben worden ist (siehe § 117 GenG).
Bevor die Generalversammlung einer Genossenschaft jedoch die Fortsetzung beschließen kann, ist gemäß § 79a Abs. 2 GenG der Prüfungsverband dahingehend zu hören, ob die Fortsetzung mit den Interessen der Genossenschaftsmitglieder vereinbar ist.
Genossenschaften, deren Auflösung durch gerichtliche Verfügungen nach §§ 81 und 81a GenG bewirkt wurde, können grundsätzlich nicht fortgesetzt werden.

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